date_range 21. Mai 2020

Ostweg-Tour vom Kapf nach Schramberg

Den Westweg und den Mittelweg habe ich im Schwarzwald schon erwandert, den Ostweg von Pforzheim bis Pfalzgrafenweiler absolviert. Den Rest des Ostwegs ist ein Ziel für 2020. Ich überlege immer mit, wie denn eine Skiketour auf diesen Etappen möglich wäre.

Der Ostweg ist einer der drei bekanntesten Fernwege im Schwarzwald: Pforzheim – Schaffhausen, 245 km, 7.400 HM, 12 Etappen.

Zur Vorbereitung habe ich meine alte Ausrüstung aktualisiert und mit Blick auf das Gewicht optimiert. Für die Übernachtungen im freien habe ich mir ein Tarp angeschafft.

Mein Minimalziel war, in drei Tagen und 70 km in Schramberg anzukommen. Am Dienstagvormittag ging es um 8.00 Uhr los. Ich wollte vom Kapf aus loswandern und dann sehen, wie weit ich an den einzelnen Tagen komme.

Motto für die Tage war: Egal was ist, ich gehe.

Meinen Rucksack konnte ich auf 7,9 kg Gesamtgewicht optimieren. Getestet habe ich meine Chala Laufschuhe und meine  Sole Runner. Beides Barfußschuhe. Die ersten 25 km bin ich in den Chara Laufschuhen unterwegs gewesen. Nach der Ankunft in Freudenstadt waren meine Fußsohlen sehr strapaziert. Ich habe auf die Sole Runner gewechselt. Erholt haben sich meine Füße leider nicht mehr.

Nach einer Pause in Freudenstadt habe ich beschlossen, bis Alpirsbach weiterzuwandern. So kamen 51 km am ersten Tag zusammen. Die ersten 40 km liefen super und ich dachte, dass ich ewig laufen kann. Danach wurde jeder Kilometer mühsamer und schmerzhafter.

Nach 12 Stunden unterwegs sein habe ich mir hinter Alpirsbach, so gegen 20.30 Uhr, einen Schlafplatz gesucht. Die Nacht im Tarp war gut. Es war schnell auf- und am nächsten Morgen auch schnell wieder abgebaut.

Am Mittwochmorgen musste ich entscheiden, wie ich weitergehen möchte. Meine Fußsohlen fühlten sich nicht besser an. Ich habe mich entschieden, bis Schramberg zu wandern und dann mit Bus und Bahn nach Hause fahren. Die 19 km waren dann eine Qual. Am Anfang kam ich gut vorwärts, dann nahmen die Schmerzen immer mehr zu.

Die Gesamtstrecke war sehr attraktiv. Die meiste Zeit führte sie durch den Wald. Das war angenehm kühl. Als Wanderer war ich die ganze Zeit alleine unterwegs. Mir sind viele Mountainbiker begegnet. Hier und da eine Joggerin oder ein Jogger. So war es immer schön ruhig. Nur das Singen der Vögel war über die gesamte Strecke zu hören. Im Wald ergab dies eine erholsame Stimmung.

1. Tag: Kapf-Freudenstadt-Loßburg-Alpirsbach
51 km, 12 h, 935 HM

2. Tag: Alpirsbach-Schramberg
19 km, 4,5 h, 371 HM

Die Tour habe ich sehr motiviert und euphorisch begonnen und musste dann meine Grenzen schmerzhaft akzeptieren. Ich war gespannt darauf, wie weit ich komme. Am ersten Tag habe ich mich übernommen. Dies musste ich dann am zweiten Tag büßen und die Tour abbrechen. Auf die 51 km am ersten-, und die 19 km am zweiten Tag bin ich sehr stolz. In Barfußschuhen zu wandern ist sehr angenehm. Die Chala haben meine Füße überfordert. Blasen habe ich mir keine angelaufen. Für kürzere Touren bis 20 km würde ich sie auf jeden Fall wieder tragen. Mehr Freiheit für die Füße geht nicht mehr.

Ich freue mich auf die nächsten Etappen. Die sind schon geplant.

Viele Strecken sind auch mit Skikes möglich.

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